Die Totengräber aus Langen im Römer

Die Deutsche Flugsicherung (DFS) hat letzte Woche im Frankfurter Römer über die neuen Flugrouten informiert. Wieder einmal ist es passiert: Zugelassen waren auf Betreiben der DFS nur Mandatsträger, nicht aber die betroffenen Bürger.

Die FNP titelt ihren Artikel über diese Veranstaltung "Keine Aussicht auf Reduzierung des Fluglärms". Den Totengräbern aus Langen ist es offensichtlich völlig egal, welche Verbrechen sie an uns allen begehen. Was hier stattfindet ist eine neue Art von Terrorismus, ein Wirtschaftsterrorismus, den dieses Land so noch nicht gesehen hat und der mehr Menschenleben kosten wird, als die Verbrechen der Rechts- oder Linksextremisten. Es geht nicht darum, dass der Lärm "störend" ist, der Lärm zerstört die Gesundheit derer, die ihm ausgesetzt sind. Hinzu kommt die waghalsige, grob fahrlässige Navigation der Flugzeuge über dem Rhein-Main-Gebiet. Dachziegel, die in die Luft geschleudert werden, Fensterscheiben, die zersplittern, endlose Warteschleifen, uralte An- und Abflugverfahren, viel zu wenige Fluglotsen,...
Die einzige Konsequenz aus diesem arroganten, menschenverachtenden Verhalten ist: Die Nordwest-Bahn muss aus Sicherheitsgründen sofort still gelegt werden.

Hierzu ein Kommentar von Dietrich Elsner: "Es stellt sich die Frage, was haben Flugzeuge, die in Düsseldorf, Köln, Brüssel oder Amsterdam landen wollen in einer Höhe von 1520 Metern (5.000 Fuß) im Frankfurter Luftraum zu suchen? Dann kommt es auch noch zu Kommunikationsschwierigkeiten zwischen der Frankfurter Anflugkontrolle und den Flugzeugen? Selbst 3.353 Meter (11.000 Fuß) ist für Überflüge von Frankfurt viel zu niedrig weil dieser Raum für die Steuerung an- und abfliegender Maschinen viel dringender benötigt wird.
Da wird es wohl nicht mehr lange dauern, dass uns ein Flugzeug auf den Kopf fällt. Was erzählt uns die Flugsicherung, dass sie zu aller erst auf die Sicherheit zu achten hat. Wenn schon die Lärmbelastung der Menschen für die DFS kein Kriterium ist, so ist die Aufgabe in §27C LuftVG eindeutig festgelegt. Jeder Verstoß ist unnachgiebig strafrechtlich zu verfolgen. Es ist die Pflicht der DFS den Luftraum zu sperren, wenn sie für die Sicherheit nicht mehr garantieren kann.
Als vor ca. vier Jahren eine Delegation der Bürgerinitiativen aus Mainz bei der DFS war, wurde genau dieses Thema angesprochen, dass es die Pflicht der DFS sei zu erklären, dass der mit der neuen Landebahn zu erwartenden Verkehr nicht sicher gesteuert werden kann. Darauf wurde uns gesagt, dass der Chef der DFS dann seinen Hut nehmen könne. Ich habe das damals sichtlich nicht ernst genug genommen. Heute hört man immer öfter von einer Verpflichtung der DFS gegenüber der Fraport und der hessischen Landesregierung (dem Eigner der Fraport) und dass die DFS auf der Seite der Luftverkehrsindustrie steht. Man stelle sich nur vor, die DFS wird auch noch von der Fraport und der Lufthansa gekauft.
Hier muss dringend das Bundesverkehrsministerium und das Bundesamt für Flugsicherung einschreiten, oder wollen Sie warten, bis es wirklich zu einen Zusammenstoß in der Luft über unseren Köpfen kommt?"

Details über das Management der DFS und Bildquelle: http://www.dfs.de/dfs/internet_2008/module/unternehmen_dfs/deutsch/unternehmen_dfs/geschaeft/management/index.html

Deutsche Flugsicherung (DFS) am Montagabend im Römer über die neuen Flugrouten informiert. Zugelassen waren auf Betreiben der DFS nur Mandatsträger, nicht aber die betroffenen Bürger.
Geschrieben am 01/12/2011