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Ein sichtbarer Lärmteppich – Kreative Aktion auf dem Offenbacher Wilhelmsplatz gegen den Flughafenausbau

4. Mär. 2012, 12:00 — 16:00

Am Sonntag, 4. März, sind alle vom Fluglärm Betroffenen eingeladen,  zwischen 12 und 16 Uhr auf den Offenbacher Wilhelmsplatz zu kommen und an der Aktion „Wir stricken den größten Lärmteppich der Welt!“ teilzunehmen. Jeder sollte Handarbeitsmaterial mitbringen: Wolle und Strick- bzw. Häkelnadeln, Kinder auch gerne ihre ‚Strickliesel‘. Man kann auch bereits zu Hause gestrickte bzw. gehäkelte Teile vor Ort anbringen. Besonderer Gag der Veranstaltung: Sie liegt als Bewerbung bei der Kommission des Guinness Buch der Rekorde in London vor.

Mit der Aktion wollen die Initiatorinnen kurz vor der mündlichen Verhandlung des Planfeststellungsverfahrens und des Nachtflugverbotes am 13. März in Leipzig nochmals auf die spürbare Belastung durch den Flughafenausbau aufmerksam machen. „Alle reden vom Lärmteppich über Rhein-Main. Wir möchten dieses unbehagliche ‚Ding‘ gerne greifbar machen, ihm eine Form geben, den Lärmteppich konkretisieren. Schließlich wollen wir uns nicht unter ihm einrichten müssen“, meint Andrea Ehrig, freie Kulturarbeiterin aus Offenbach. Und Anna-Fee Neugebauer vom städtischen Kulturbüro ergänzt: „Offenbach ist eine Stadt mit vielen Möglichkeiten. Hier leben viele unterschiedliche Kulturen, hier passiert viel Kultur, es gibt viel Raum für Ideen und Innovationen. Wir haben nach einer kreativen Form des Protests gesucht, die möglichst alle Generationen, Kulturen und Szenen ansprechen soll.“  Spätestens zur Open-Air-Saison zeige sich, wie sehr die Lebensqualität durch die erhöhte Lärmbelastung beeinträchtigt werde, sind sich die Initiatorinnen des "Knit-in" sicher. Das betreffe dann nicht nur Kulturveranstaltungen in Rhein-Main, sondern auch den Aufenthalt im Garten, auf dem Balkon oder am See. Mit Manuela Olten gewannen Ehrig und Neugebauer eine renommierte Kinderbuchillustratorin für die Plakat- bzw. Flyergestaltung, die als Offenbacherin ebenfalls seit Eröffnung der neuen Landebahn verstärkt unter der Lärmbelästigung leidet: „Die Idee hat mir gefallen, dem Fluglärm mal auf andere Art und Weise zu begegnen. Da habe ich sofort zugesagt, ein Motiv für die Aktion zu gestalten.“

Nun hoffen alle Drei auf einen wohlgesinnten Wettergott. Für Sitzgelegenheiten auf dem Wilhelmsplatz ist am Veranstaltungstag gesorgt. Und die Gastronomie rund um den Platz bietet genügend Angebote für kleine und große Strick- und Häkeldemonstranten. Kontakt unter laermteppich@googlemail.de