Über uns

Wofür wir kämpfen - Lebensqualität verbessern - Fluglärm mindern -  Ausbau verhindern

Fluglärm macht krank, vertreibt die Menschen aus ihrer Heimat, vernichtet Immobilienwerte, bedroht die regionale Wirtschaft.

Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger,

mit der Inbetriebnahme der Nordwestlandebahn durch Bundeskanzlerin Merkel am 21.10.2011 ist für die Bewohner des Rhein-Main-Gebiets ein Horrorszenario Wirklichkeit geworden, das die schlimmsten Befürchtungen noch übertroffen hat. Die Landebahn Nordwest hat eine neue Lärmschneise mitten durch Mainz und das anliegende Rheinhessen geschlagen. Plötzlich eingeführte veränderte An- und Abflug­verfahren verlärmen die Region bis nach Alzey und Bad Kreuznach. Die willkürliche Tieferlegung der Flugrouten verschärft die Situation zusätzlich. Auf Kindergärten, Schulen und Kranken­häuser wird keine Rücksicht genommen.

Das ist aber nicht das Ende der dramatischen Entwicklung. Noch werden „nur“ 90 Flugbe­wegungen pro Stunde abgewickelt. Über 120 Starts und Landungen, über 700.000 Flugbewegungen pro Jahr, sind Gegenstand des Planfeststellungsbeschlusses, um den gestritten wird. Es ist zu erwarten, dass dem Bau der Nordwestbahn eine weitere im Süden des Flughafens folgen wird.

Das Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat den Ausbau für rechtens erklärt und ein Nachtflugverbot von 23-5 Uhr bestätigt.

Damit sind 18 Stunden am Tag weiterhin dem steigenden Lärm der Fraport ausgesetzt. Trotzdem erteilt die hessische Landesregierungens ständig "Ausnahmegenehmigungen" teilweise bis 24 Uhr und unterläuft damit die rechtlichen Vorschriften. Diese Rechtsbeugung werden wir nicht dulden.

Dennoch ist dieses Nachtflugverbot ein erster Erfolg im juristischen Widerstand gegen den Flughafenausbau.

Indirekt ist es auch ein Erfolg unserer Musterkläger und macht Mut, den Widerstand gegen einen immer weiter wachsenden Flughafen konsequent, auch juristisch, fortzusetzen.

Es kann nicht sein, dass die von der Luftverkehrslobby maßgeblich mitgestalteten Gesetze grenzenlosen Profit zu Lasten der Region rechtfertigen. Der Wohlstand der Region hängt nicht von einer ständigen Zunahme der Flugbewegungen ab. Der Flughafen ist kein Job-Motor, sondern eher ein Job-Magnet, der Arbeitsplätze an anderen Standorten zerstört. Zudem trägt er zum Export von Kaufkraft bei und schwächt die Nachfrage in Deutschland. Billigimporte durch Luftfracht schaden der deutschen Wirtschaft. Der Luftverkehr trägt zu mehr als 12 % zu den Ursachen des Klimawandels bei, ist von der Flugbenzinsteuer befreit und kassiert allein dadurch in der EU etliche Milliarden Euro an Subventionen, die nützlicher eingesetzt werden könnten.

Die Fluglärmbelastung hat für weitere Bereiche der Region unerträgliche Ausmaße angenommen, die immer mehr Mitbürger dazu bringen wird, von hier wegzuziehen.

Durch den Fluglärm werden Milliarden Euro an Immobilienwerten vernichtet. Schon jetzt stehen in Flughafennähe viele Häuser leer, da sie unverkäuflich sind. Diese faktische Enteignung darf nicht weiter um sich greifen.

Qualifizierte Arbeitsplätze lassen sich nicht unter einem Dauer-Lärmteppich erhalten.

Hunderttausende von Berufstätigen werden durch Schlafstörungen zunehmend in ihrer Leistungsfähigkeit eingeschränkt.

Das grundgesetzlich geschützte Recht auf körperliche Unversehrtheit darf nicht dem Profit eines Unternehmens geopfert werden!

Der derzeitige Flugbetrieb ist mit dem Recht auf Gesundheit und Leben, den Zielen des Umwelt- und des Klimaschutzes, den Zielen einer nachhaltigen Wirtschaftsweise und damit auch mit den Interessen der Volkswirtschaft nicht zu vereinbaren.

Wir brauchen im dicht besiedelten Rhein-Main-Gebiet kein Flugverkehr-Drehkreuz mit über 50 % Umsteigern.

Nur wenn wir uns gemeinsam wehren, haben wir eine Chance!

Der Verein finanziert und unterstützt die Klagen gegen den Ausbau. Wir wollen alle juristischen Mittel nutzen, um den Ausbau des Flughafens zu verhindern und die schädlichen Folgen des Flugverkehrs zu minimieren. Diese Ziele sind erreichbar, da die Diskussion um die Gesundheitsschädlichkeit von Fluglärm durch neue Studien in Bewegung geraten ist und dies auch zu einem Umdenken der Gerichte führen muss. Es müssen Grenzen für die Einhaltung von Mindeststandards zum Schutz vor Lärm, Absturzgefahrund weiteren Umweltschäden erkämpft werden.

Jeder kann Mitmachen.

Helfen Sie durch Ihre Engagement, Ihre Mitgliedschaft oder Spenden, die notwendigen finanziellen Mittel für die Fortführung der Gerichtsverfahren aufzubringen. Die Prozesse erfordern einen langen Atem und juristischen Sachverstand und jede Menge Geld, um Rechtsanwälte, Gutachter und Gerichtskosten zu finanzieren.

Die heutigen Gesetze reichen bei weitem nicht aus, den Schutz der Bevölkerung vor der ständig wachsenden Verlärmung der gesamten Region zu gewährleisten. Ebenso existiert praktisch keine wirksame Beteiligung der Betroffenen bei der Festlegung von Flugrouten und Lärmpegeln. Dehalb können nur der massive öffentlichen Protest und vielfältige Widerstandsaktionen den politischen Druck erzeugen, um dem Lärmterror der Fraport etwas entgegenzusetzen. Der politische Druck muss so verstärkt werden, dass die geplanten Kapazitäten am Flughafen nicht wie geplant realisiert werden können. Hierbei kommt es nicht auf ein paar Aktivisten sondern auf die betroffenen Menschen in der Region an. Jeder kann mitmachen, sich den Bürgerinitiativen anschließen und selbst aktiv werden. Das wird letztendlich die Politik zwingen, unseren Lebensinteressen den Vorrang vor der Profitgier der Fraport zu verschaffen. Helfen Sie bei Freunden und Bekannten unsere Initiative bekannt zu machen und den Widerstand gegen den Flughafenausbau zu verbreiten.

Verein - Für ein lebenswertes Mainz und Rheinhessen - gegen Fluglärm und den Ausbau des Frankfurter Flughafens e.V.

Geschäfts- und Informationsstelle Mainzer Fluglärm
Mittlere Bleiche 37
55116 Mainz

Geöffnet: Di. und Do. von 15.00 - 18.00 Uhr
Telefon: 06131-48 76 800
E-Mail: info-mainzer-fluglaerm(at)gmx.de